Die Spondylodiszitis ist eine Entzündung der Bandscheibe und der angrenzenden Wirbelkörper. Da die Erkrankung schwerwiegende Folgen haben kann, ist eine frühzeitige Diagnose und eine spezialisierte Behandlung entscheidend.
1. Symptome und Beschwerden
- Anhaltende Rückenschmerzen: Meist dumpf, oft nachts stärker werdend und lokal begrenzt auf einen Wirbelsäulenabschnitt.
- Druck- und Klopfschmerz: Die betroffene Stelle reagiert empfindlich auf äußere Berührung oder Erschütterung.
- Allgemeines Krankheitsgefühl: Fieber, Schüttelfrost, Nachtschweiß oder ungewollter Gewichtsverlust.
- Neurologische Symptome: In fortgeschrittenen Stadien können Lähmungserscheinungen oder Taubheitsgefühle in Armen oder Beinen auftreten.
2. Diagnosewege
- MRT-Untersuchung: Das wichtigste bildgebende Verfahren zur Darstellung von Entzündungsherden und Abszessen.
- Laborwerte: Überprüfung von Entzündungsparametern (CRP, Leukozyten) im Blut.
- Erregernachweis: Identifikation der Bakterien mittels Blutkulturen oder einer CT-gezielten Biopsie zur Bestimmung der passenden Antibiotikatherapie.
3. Behandlung im Krankenhaus Speising
Das Orthopädische Spital Speising in Wien ist auf komplexe Wirbelsäulenerkrankungen spezialisiert und bietet maßgeschneiderte Therapiekonzepte an:
- Konservative Therapie: Bei stabiler Wirbelsäule erfolgt eine stationäre Aufnahme zur intravenösen Antibiotikatherapie, Schmerzbehandlung und physio-therapeutischen Mobilisation unter engmaschiger Kontrolle.
- Operative Therapie: Sollten Instabilitäten, Abszesse oder neurologische Ausfälle vorliegen, kommen modernste chirurgische Verfahren zum Einsatz. Ziel ist die Ausräumung des Infektionsherdes und die operative Stabilisierung (Spondylodese) des betroffenen Segments.
- Multidisziplinäres Team: Die Behandlung erfolgt in enger Abstimmung zwischen Wirbelsäulenchirurgen, Schmerztherapeuten und Infektiologen.